H_JCK

jck-logokleinUm die Gründung des JCK besser verstehen zu können, ist es wichtig, die Situation der jugendlichen Kützbrunner Anfang der 1980er Jahre kurz zu beleuchten. Wenn in einem Ort nicht viel geboten ist, dann muss man halt selbst dafür sorgen, dass was los ist. Und in Karlheinz Beckert war damals jemand da, der diesem Leitspruch auch Taten folgen ließ. So war er es, der ein Reservistentreffen organisierte, das alle Erwartungen übertraf. Der Höhepunkt der "Vor-JCK-Aktivitäten" war aber sicherlich die Grönlandparty mitten im Hochsommer. Hier wurde so richtig "die Sau raus gelassen". Es folgten gemeinsame Ausflüge nach Pottenstein und im Jahr 1982 nach Berchtesgaden, die allen viel Spaß bereiteten.

Ermutigt durch diese ganzen Geschehen fragte Karlheinz Beckert im Frühsommer 1982 Reinhold Uhl, ob er sich vorstellen könne, die ledigen, nicht liierten Kützbrunner in einem Junggesellenclub zu vereinen. Da auch Reinhold Uhl von der Idee begeistert war, lud man am 25.07.1982 zur Gründungsversammlung ein. Diese fand im Wohnzimmer von Karlheinz´ Eltern, Helene und Bernhard Beckert, statt. Als Verpflegung hatte man einen Kasten Bier besorgt. Dies soll nur erwähnt werden, da dieses Getränk in dieser Packungseinheit bis heute Symbolcharakter für den JCK besitzt. In dieser Versammlung wurde Karlheinz Beckert zum Vorsitzenden gewählt. Ihm folgten in späteren Jahren Matthias Kraus und Manfred Philipp, bevor Karlheinz Beckert dieses Amt wieder übernahm. Nach dessen Tod steht nun wieder Matthias Kraus dem Verein vor.

In den ersten Jahren nach der Gründung beschränkten sich die Aktivitäten auf regelmäßig durchgeführte Ausflüge sowie die Mitgliederversammlung an Karfreitag und die Weihnachtsfeier am 2. Weihnachtstag.jck-klein

Viel wichtiger jedoch war die Arbeit der so genannten Kommissare. Getreu dem Vereinsmotto "Sex vor der Ehe - Nein danke" hatten sie dafür zu sorgen, Verfehlungen mit empfindlichen Geldstrafen zu würdigen. Wie akribisch dabei die beiden gewählten Kommissare Robert Pangerl und Thomas Scheel vorgingen, lässt sich an Aufzeichnungen dieser Zeit belegen:

13.02.1984 01.17 Uhr Hand legt sich um die Schulter

13.02.1984 01.19 Uhr Hand geht von der Schulter auf das Knie

13.02.1984 01.19 Uhr Hand streicht am Schenkel entlang

Bis heute werden regelmäßig Ausflüge organisiert. Überwiegend das bayerische Nachbarland hat es den JCKlern angetan. Dies liegt zum einen daran, dass die Kützbrunner einfach einen Gefallen an hügeligen Landschaften haben. Bei den Junggesellen kommt aber sicherlich auch die Sortenvielfalt hinzu, mit der die Bajuwaren bei den Brauereierzeugnissen aufwarten können. Um jedoch nicht all zu sehr bierlastig zu erscheinen, wurden auch schon Weinerkundungen in die Pfalz oder zum Kaiserstuhl durchgeführt.

Seit Mitte der 1990er Jahre beteiligt sich der JCK sehr erfolgreich am kulturellen Leben von Kützbrunn. Beim Strohbüschelfest bieten die Mitglieder den Gästen ein Mehrgänge-Menü in der urig dekorierten Kulturscheune. Nach dem Martinszug werden kostenlos Glühwein, Kinderpunsch, Lebkuchen und Krapfen angeboten. Auch bei den Faschingsveranstaltungen der Musikkapelle glänzt der JCK immer wieder mit einfallsreichen Auftritten, die inzwischen zum Top-Act des Abends geworden sind.

Mit dem Anlegen des Kützbrunner Teiches hat sich der JCK bereit erklärt, die anfallenden Arbeiten wie Gras mähen oder Bepflanzung zurecht schneiden zu übernehmen.