H_Kirche


Kirche_HP

Geschichte

Für die 1797 /96 neu erstandene Gemeinde Kützbrunn hat der Bürger und Weinhändler Johann Peter Buchler im Jahre 1717 eine Kirche erbaut. Im Kloster Gerlachsheim machte Buchler unter dem 10. Mai 1739 eine Stiftung von zwölfhundert Reichsthalern für die Gottesdienste an den Sonntagen in Kützbrunn. Sein Sohn Martin Buchler erweiterte die Stiftung um dreißig Gulden für die Gottesdienste an Festtagen. So wurde Kützbrunn bis zur Aufhebung des Klosters Gerlachsheim im Jahre 1803 von dortigen Patres betreut.

Bis 1824 hatte das Pfarramt Gerlachsheim die Seelsorge für Kützbrunn. Am 30. Mai 1824 wurde Kützbrunn der Pfarrei Zimmern als Filiale zugeteilt und eingepfarrt. Dagegen haben die Buchler'schen Erben zu Anfang des Jahres 1823 bereits protestiert, und hielten ihren Protest auch ferner aufrecht.

Aufgrund eine Stiftung von 10000 Gulden durch den Bürger und damaligen Gemeinderechner Bernhard Liebler und seiner Ehefrau Phillipine geb. Wagner waren die Vorraussetzungen für die Errichtung einer eigenen Pfarrei gegeben. Erzbischof Hermann von Vicari unterzeichnete die Errichtungsurkunde am 4. Mai 1864. Die Einwohnerzahl betrug 350 Seelen. Die bereits immer viel zu kleine Kirche konnte nach dem 2. Weltkrieg erst recht nicht mehr genügen, da Kützbrunn zahlreiche Heimatvertriebene aufgenommen hatte. Auch war der bauliche Zustand schlecht geworden.

Darum wurde unter Herrn Pfarrer Konstantin Seitz (1950 - 1961) eine weitere Kirchenerweiterung und Restaurierung durchgeführt. Zuerst wurde 1956 ein neuer Kirchenturm erbaut, in dessen Untergeschoss die Sakristei eingerichtet. 1957 konnten vier neue Glocken eingeweiht werden. 1959 wurde das Gotteshaus um 7 Meter nach Nordosten verlängert. Gleichzeitig mit einem neuen Dachstuhl wurde eine neue Decke eingezogen. Durch neue Altäre, Bodeplatten, Kirchenbänke und eine renovierte Kanzel bietet die Kützbrunner Kirche ein ganz neues Bild. Am 18. Mai 1963 konsekrierte der Bischof von Tsingtau, Exzellenz Augustin Olbert, SVD, die Kirche auf den alten Titel zur "Allerheiligsten Dreifaltigkeit".

1979 wurde die komplette Kirche generalisiert.

Nachdem weitere 25 Jahre vergingen und die Innenansichten immer dunkler wurden, hat man 2004 beim Bauamt in Heidelberg um einen Innenanstrich mit neuer Beschallung und Ausleuchtung angefragt. Da aber auch in der Kirche die Gelder immer knapper werden, musste man mit einer großen Eigenleistung und Finanzierung in Vorleistung gehen. Dies ist uns auch Dank der hervorragenden Dorfgemeinschaft gelungen.